ELLINGTON HOTEL BERLIN

Umbau des „Feminapalast“ Nürnberger Straße 50 – 55, 10789 Berlin zum Ellington Hotel Berlin

285 Zimmer, 6 Tagungsräume, Feminasaal mit 632 m², Restaurant
Bauherr NOG Nürnberger Straße Objektgesellschaft mbH & Co KG
Planung und Realisierung 10/2005 – 03/2007
BGF 20.300m² |  NGF Hotel: 15.100 m² |  NGF Gewerbe: 1.600 m²
Baukosten inkl. Innenausbau, Ausstattung, Außenanlagen 17,4 Mio. €
Baudenkmal 1928 – 32 | Richard Bielenberg und Joseph Moser

Auszeichnungen
Deutscher Innenarchitekturpreis 2008 Anerkennung

nominiert zum German Design Award 2014

Golightly

Das Haus mit der bekannten Fassade wurde 1928–32 von den Architekten Richard Bielenberg und Joseph Moser als Verwaltungsgebäude mit Gewerbeflächen errichtet. Berühmt wurde es durch seine Vergnügungsorte, von denen der Feminaballsaal dem Haus insgesamt den Namen „Feminapalast“ zutrug.

Das Geheimnis guter Hotelplanung besteht darin, einen Ort zu erfinden zwischen Sehnsucht nach Heimat und Neugier auf Fremdes. Dem Bedürfnis nach Geborgenheit nach erschöpfendem Ausflug steht jenes nach Inspiration, Neues zu wagen und Unbekanntes zu entdecken, gegenüber.
Die Materialien des Baudenkmals, Travertin, keramische Dekorationen, Eichenholz und Messing, vermitteln durch ihre Hochwertigkeit ein Gefühl sicheren Getragenseins. Die Außenfassaden haben wir restauriert, im Innenraum die Substanz weitgehend erhalten und dort, wo wir keine detaillierte Gestaltung vorfanden, die räumlichen Ausprägungen und Aussagen neu formuliert. Den Qualitäten des Alten stellen wir im Innenraum die vibrierende, strahlende Leichtigkeit von weißen, immateriell wirkenden Oberflächen zur Seite. Die Wahrnehmung von Dimensionen löst sich auf, Licht und Helligkeit vermitteln ein Gefühl des Schwebens. Die Präsenz alles Individuellen wird auf diesem weißen „Hintergrund“ gesteigert und für gezielte Objektgestaltung wirkungsvoll eingesetzt. Von den vorgefundenen Materialien haben wir Messing und Eichenholz ausgewählt und für die neuen Gestaltungsschwerpunkte verwendet. Das frei geformte Empfangsmöbel mit der Messingoberfläche und den baulich darauf antwortenden, geformten Elementen des Raumes ist Identifikationsfigur des Hotels. Der Frühstücksraum mit Einzeltischen und langen Gemeinschaftstischen ist ein lebendiger Kommunikationsraum, der klar und funktional von den Angeboten der einzelnen Buffets gerahmt und mit großem Deckenfeld räumlich gefasst wird.

Die Flure des Hauses sind lang. Unsere plakative Gestaltung macht sie endlos. Die roten Läufer und die in den Belag eingelassenen Zimmernummern sind ebenso verblüffend einfach wie wirkungsvoll.

Die Mehrzahl der Hotelzimmer ist klein. Unsere räumlich verschachtelte offene Gestaltung macht sie größer. Mit weiten indirekten Lichtfugen stellen wir den Ausbau in die hohen Altbauräume. Multifunktionale individuelle Möbel reizen zum Ausprobieren und bleiben den Gästen lange in Erinnerung.

 

MitarbeiterInnen

Steffen Becker | Inga Benkendorf | Katja Henschel | Hieronymus Kieromin | Andrea Ludwig | Sandra Rahm | Sandra Schröpfer | Franziska Sommerfeldt | Jürgen Weidner

 

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