LOFT SCHILLERSTRASSE
Umbau eines Lofts zu einem Grafik Design Studio
Schillerstraße 94, 10625 Berlin
Bauherr Büro für Gestaltung – Pauline Schimmelpenninck
Fertigstellung 2006
Arts and crafts
In der Schillerstraße 94 ist ein Altberliner Gewerbehof der Art erhalten, wie sie um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden sind, in warmtoniger Backsteinbauweise mit hohen, schlank proportionierten Stahlfenstern gebaut.
Ein bunter Mix kreativer Gewerbetreibender – vom prominenten Geigenbauer bis zu stadtbekannten, weltweit agierenden Architekten fand hier seinen Ort.
In diesem inspirierenden Umfeld entstand das Grafik Design Studio für Pauline Schimmelpenninck auf einer Etage des Loftgebäudes im Hof. Preußische Kappendecken, eine Folge von Rundbogenfenstern aus Stahl und intensive Lichtstimmungen der Westsonne prägen den Eindruck der Fabriketage.
Unser Entwurf vermittelt vor allem Großzügigkeit, Offenheit und Kreativität.
Mit dem Parkett aus gedämpfter und geölter Akazie bieten wir durchgängig einen warmen dunkelroten Grundton. Zwischen Boden und Kappendecke schwebt an einem Ende des Lofts ein neuer, weißer Baukörper im farbigen, umgebenden Raum, der halb Küche halb Bad eine puristische, eigenwillige Gestik als Ausdruck beider Funktionen entfaltet. Die lineare Feinheit der Arbeiten Pauline Schimmelpennincks, die sich durch moderne Klarheit und das subtile Spiel mit dem zweiten Blick unserer Wahrnehmung auszeichnen, wurde in der grafisch inspirierten Umrisslinie des neuen Volumens architektonisch interpretiert.
Wie dieser Körpers auf der einen Seite in den Raum hineinragt, kragt auf der gegenüberliegenden Seite eine etwa gleichgroße Form hinaus als separater Besprechungsraum.
Um die Großzügigkeit des Lofts zu steigern, wählten wir für die Trennung dieses intimeren Raumes vom großen, kommunikativen Open Space zwei raumhohe Glasflügeltüren in maximalen Abmessungen. Wenn am Nachmittag die Sonne auf die ockergelbe Wand trifft, strahlt dieser Raum konzentrierte Ruhe aus.
Das Studio spannt einen Raum mit intensiver Atmosphäre auf zwischen Einfachheit der Anordnungen, Prägnanz der Formen, innerer Komplexität und stimuliert durch die Klarheit der individuellen Ausbauelemente zu schöpferischer Konzentration.











